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Willkommen in der neuen Heimat: Ministerin Beate Meißner würdigt neue Staatsbürger im Wartburgkreis

6/2026
Erstellt von Thüringer Ministerium für Justiz, Migration und Verbraucherschutz

Am heutigen Dienstag nimmt Thüringens Integrationsministerin Beate Meißner, an der zentralen Einbürgerungsfeier des Wartburgkreises im Museum „Automobile Welt Eisenach“ teil. Gemeinsam mit Landrat Dr. Michael Brodführer und Eisenachs Oberbürgermeister Christoph Ihling heißt sie die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger willkommen. Für die Ministerin markiert dieser Termin den Auftakt für einen neuen Schwerpunkt ihrer Arbeit: die stärkere Sichtbarmachung gelungener Integration im Freistaat.

Ministerin Meißner betont, dass die Einbürgerung kein rein formaler Verwaltungsakt, sondern das Ergebnis einer beachtlichen persönlichen Bringleistung sei. „Wer heute die deutsche Staatsangehörigkeit erhält, hat diesen Weg aus eigener Kraft bestritten. Es ist das Resultat von Fleiß beim Spracherwerb, von Engagement in Arbeit und Ehrenamt sowie eines klaren Bekenntnisses zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, so Meißner. „Mit der Einbürgerung gehen nicht nur Rechte einher, sondern auch die dauerhafte Verantwortung für unsere Werte, Traditionen und Gesetze. Die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger haben bewiesen, dass sie Teil dieser Gesellschaft sein wollen – nicht nur auf dem Papier, sondern durch ihr tägliches Handeln.“

Künftig will die Ministerin verstärkt erfolgreichen Integrationsbiografien in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Ein Beispiel dafür bietet im Rahmen der Feierlichkeit etwa Sheptim Alaj, der unter dem Motto „Vom Asylbewerber zum Unternehmer mit Herz“ seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft schilderte. Der Präsident des ThSV hat sich vom Flüchtling zum Firmenchef gearbeitet und gilt als Vorbild für viele Migrationsbiografien. „Solche Geschichten zeigen, was möglich ist, wenn Integrationswille auf eine aufnahmebereite Gesellschaft trifft. Gerade in Regionen, die vom demografischen Wandel betroffen sind, brauchen wir Menschen, die unsere Wirtschaft, unsere Pflege und unser Handwerk aktiv mitgestalten“, so die Ministerin weiter.

Landrat Dr. Michael Brodführer hebt hervor: „Wer sich für den Wartburgkreis entscheidet, entscheidet sich für eine Region mit Kulturgeschichte, in der Tradition und Industrie Hand in Hand gehen. Der internationale Austausch ist für uns ein entscheidender Erfolgsfaktor. Daher ist Weltoffenheit für uns keine Floskel, sondern maßgeblich für die Entwicklung unseres Standortes. Mein Ziel ist es, dass wir der freundlichste Landkreis sind – nicht, weil es auf einem Werbeplakat steht, sondern weil wir einander mit Respekt begegnen, offen miteinander sprechen und Verantwortung füreinander übernehmen.“

Hintergrundinformationen

Statistik aus dem Wartburgkreis: Im Jahr 2025 wurden im Wartburgkreis insgesamt 265 Personen aus 42 verschiedenen Nationalitäten eingebürgert. Die Herkunftsländer reichen dabei von Syrien, dem Irak und Afghanistan über europäische Nachbarn wie Polen und die Ukraine bis hin zu Ländern wie Brasilien, Vietnam oder den USA. Die jüngste eingebürgerte Person im Jahr 2025 wurde im selben Jahr geboren, während die älteste Person den Jahrgang 1959 vertritt. Das Durchschnittsalter liegt zwischen Anfang und Mitte 30. Deutlich über zwei Drittel der neuen Staatsbürger leben in Eisenach, gefolgt von Bad Salzungen (rund ein Fünftel) sowie weiteren Gemeinden wie Bad Liebenstein, Geisa und Treffurt.

Landesweite Zahlen: Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Einbürgerungen im Freistaat um fast 65 Prozent auf insgesamt 2.640 Personen – der höchste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

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