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Integration

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz ist zuständig für Fragen der Integration der in Thüringen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund.

Maßnahmen der Integration richten sich an alle in Thüringen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund - unabhängig von ihrer Bleibeperspektive. Darunter fallen neben Flüchtlingen auch zugezogene deutschstämmige Zugewanderte, jüdische Emigrantinnen und Emigranten, Zugewanderte aus den EU-Staaten sowie Schutzbedürftige, welche aus familiären Gründen im Wege des Familiennachzugs nach Thüringen gekommen sind.

Integrationsmaßnahmen

Jedem in Thüringen lebenden Menschen ist die gesamtgesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dazu gehört neben dem Zugang zur Bildung und dem Arbeitsmarkt insbesondere der Zugang zu Deutschkursen von Beginn des Aufenthaltes an.

Den Hauptpfeiler der Bundesintegrationsmaßnahmen bilden die im Rahmen des Zuwanderungsgesetzes von 2005 eingeführten Integrationskurse. Die Kurse werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) koordiniert und von verschiedenen, in Thüringen ansässigen Trägerinnen und Trägern durchgeführt. Sie bestehen aus einem Sprach- sowie einem Orientierungskurs. Informationen zu verfügbaren Integrationskursträgern finden Sie unter dem Auskunftssystem BAMF-NAvI. Für Flüchtlinge ohne Zugang zum Integrationskurs fördert das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz über die Projektförderrichtlinie Integration seit Juni 2016 das Landesprogramm Start Deutsch. Die Kurse in den Sprachstufen Alpha (Alphabetisierung), A1, A2 und B1 werden thüringenweit in der Projektverantwortung des Thüringer Volkshochschulverbands durchgeführt.

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz fördert über die Projektförderrichtlinie Integration vielfältige Projekte und unterstützt damit Verbände, Vereine und andere gemeinnützige Organisationen und Initiativen bei der gesellschaftlichen Integration und Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund in Thüringen. Jährlich wird seitens des Migrationsministeriums ein Förderschwerpunkt bekanntgegeben. 

Landesprogramm Dolmetschen

Nach der ersten Laufzeit verlängert das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV) sein Angebot einer flächendeckenden Flatrate für das Dolmetschen über Telefon und Video. Thüringenweit nutzen über 400 Einrichtungen diese Dienstleistung und gewährleisten damit die Verständigung mit den Menschen, deren Deutschkenntnisse dafür nicht ausreichen.

Das Landesprogramm des TMMJV ist in Deutschland bisher das Einzige seiner Art. Eine große Anzahl von Einrichtungen, die in ihrer täglichen Arbeit mit Zugewanderten in Kontakt kommen, sind berechtigt, auf die vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz finanzierten Video- und Audiodolmetschleistungen zuzugreifen. Zu diesen Einrichtungen gehören neben Behörden auch Beratungsstellen, Ärzte, Hebammen, Krankenhäuser, Frauenhäuser, Gemeinschaftsunterkünfte, Verbraucherberatungsstellen sowie landesgeförderte Projektträger. In der zweiten Phase steht das Angebot auch weiteren Einrichtungen zur Verfügung, dazu zählen z.B. Gerichte und Staatsanwaltschaften, Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung, Landespolizeiinspektionen. Eine abschließende Liste mit den in der zweiten Phase des Landesprogramms berechtigten Einrichtungen finden Sie nachfolgend.

  • Welche Einrichtungen sind berechtigt, das Landesprogramm Dolmetschen zu nutzen?

    • Antidiskriminierungsstelle des Landes
    • Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge des Freistaates  
    • Beratungsstellen: insbesondere Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung, Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und Jugendmigrationsdienste, Pflegeberatung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Sucht- und Drogenberatung, Verbraucherberatung, Verbraucherinsolvenzberatung, allgemeine Sozialberatung         
    • Bürgerbeauftragter des Freistaates        
    • Die mit der Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes betrauten Behörden  
    • Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes              
    • Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpfleger      
    • Frauenhäuser    
    • Frauenzentren  
    • Gemeinschaftsunterkünfte in den Kommunen   
    • Hebammen       
    • Justiz: Gerichte, Justizvollzugsanstalten, Staatsanwaltschaften  
    • Kindertagesstätten         
    • Kinder- und Jugendschutzdienste und sonstige Dienste der Jugendhilfe 
    • Krankenhäuser und Sanatorien 
    • Landespolizeiinspektionen und Autobahnpolizei
    • Landratsämter und Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte mit zugehörigen Ämtern (insbesondere Ausländerbehörde, Sozialbehörde, Gesundheitsamt, Jugendamt, Jobcenter als besondere Einrichtungen der zugelassenen Träger, Sozialberatungsstellen, Pflegestützpunkte etc.)
    • Migrationspolitische Sprecher der Fraktionen im Thüringer Landtag      
    • Mitglieder der Härtefallkommission des Landes
    • Niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten          
    • Soziale Dienste in der Justiz (Bewährungshilfe, Straffälligenhilfe, Jugendgerichtshilfe)     
    • Schulämter        
    • Schulen (staatliche und freie Trägerschaft)         
    • Standesämter, Pass- und Meldebehörden           
    • Stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe    
    • Stellen für die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse         
    • Thüringer Landesverwaltungsamt           
    • Träger der landesgeförderten Integrationsprojekte (insbesondere LAT, Projektförderrichtlinie Integration)        

Die Dolmetschleistungen können über Endgeräte wie stationäre Computer, Laptops oder Tablets sowie über das Telefon genutzt werden.

Der Anbieter der Leistung ist LingaTel GmbH aus München. Umgesetzt wird das Landesprogramm Videodolmetschen mit Hilfe der GFAW - Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbh.

Anmeldung

Für die berechtigten Stellen erfolgt die Anmeldung für das Landesprogramm Dolmetschen über das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz.

Wenn Sie zu dem Kreis der berechtigten Einrichtungen gehören, dann können Sie das folgende Anmeldeformular ausfüllen und an die dort angegebene Adresse senden. 

Kontaktformular (PDF)

Wichtiger Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass die zweite Phase des Landesprogramm ab dem 17. Juli 2021 schrittweise startet und die Veröffentlichung weiterer Informationen (FAQs und Flyer) in Kürze auf dieser Seite folgen wird.

Für die soziale Betreuung anerkannter Flüchtlinge in den Landkreisen und kreisfreien Städten stellt das Land über die Richtlinie zur Förderung der sozialen Beratung und Betreuung von Anerkannten Flüchtlingen in Thüringen Mittel zur Verfügung.

Die Mittel werden nach einem Verteilschlüssel (Anlage 1 zur Richtlinie) an die Landkreise und kreisfreien Städte mit der Zielstellung ausgereicht, eine migrationsspezifische Sozialberatung und –betreuung für anerkannte Flüchtlinge durch eigenes Personal der Kommunen bzw. durch beauftragte Träger absichern zu können.

Integrationsmonitoring der Länder

Das Integrationsmonitoring der Länder ist ein gemeinsames Produkt aller Bundesländer und erschien im Jahr 2019 zum fünften Mal. Der aktuelle Bericht umfasst nunmehr insgesamt 51 Indikatoren. Das Integrationsmonitoring der Länder ist die umfassendste Auswertung zum Stand der Integration in den deutschen Bundesländern und beinhaltet neben allgemeinen Strukturdaten bezüglich Zuwanderung unter anderem Auswertungen zur rechtlichen Integration, zu Sprachkenntnissen, zur Bildungs- sowie Arbeitsmarktintegration, zur Gesundheit und Wohnen.

Weitere Informationen und Berichte

Aktuelles

Aufruf zur Einreichung von Konzeptvorschlägen ...

... zur Umsetzung eines „Landesprogramms zur außerschulischen Förderung der Herkunftssprache von Kindern und jungen Menschen, die eine allgemein bildende oder berufsbildende Schule besuchen“ für den Freistaat Thüringen im Wege der Projektförderung auf Basis der Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen des Freistaats Thüringen für die Förderung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Mehrsprachigkeit ist ein Potential. Der Freistaat will Kinder und Jugendlichen, die auf Grund ihrer familiären Herkunft eine andere Muttersprache als Deutsch sprechen, in ihrer Sprachkompetenz stärken. Dafür soll außerschulisch ein landesweites Angebot für das Erlernen und Festigen der Herkunftssprache geschaffen werden. Es richtet sich an Kinder und Heranwachsende zwischen 6 und 21 Jahren.

Die Konzepte sind bis zum 25. Juli 2021 einzureichen.

Ausführliche Informationen finden Sie hier

Weitere Informationen und Links

  • Ansprechpartner und Adressen

    Das Büro der Thüringer Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge (BIMF) bündelt Informationen und verweist auf wesentliche Akteurinnen und Akteure.

    Zur Webseite der BIMF

  • Thüringer Integrationskonzept

    Die Integration aller in Thüringen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund stellt für die am Integrationsprozess beteiligten Akteure eine langfristige und anspruchsvolle Aufgabe dar. Aufgabe der Politik ist es, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für eine gelingende Integration der hier lebenden Menschen zu schaffen. Mit dem Thüringer Integrationskonzept vom 7. November 2017 verfügt die Thüringer Landesregierung nunmehr über Leitlinien und ausformulierte Zielstellungen für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Integrationspolitik.

    Broschüre zum Download (PDF, 1 MB)

  • Landesintegrationsbeirat

    Der Landesintegrationsbeirat berät die Thüringer Landesregierung in allen integrationspolitischen Fragen.

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  • Ein Thüringen für Alle

    Kampagne des Landesintegrationsbeirates, die zeigt, wie in Thüringen Vielfalt das Zusammenleben bereichert.  

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