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Begegnung, Sport, Integration

4/2021
Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

„Die Förderung von Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe sind die entscheidenden Schlüssel für eine gelingende Integration. Investitionen in entsprechende Projekte kommen nicht nur den Teilnehmenden zugute, sondern der gesamten Gesellschaft“, sagt Thüringens Migrationsminister Dirk Adams.

Das Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz fördert über die Projektförderrichtlinie Integration Maßnahmen zur gesellschaftlichen, sprachlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. 2019 wurden rund 5,2 Millionen Euro verausgabt. Im vergangenen Jahr sind 83 Projekte mit einem Fördervolumen von rund fünf Millionen Euro gefördert worden. 2021 stehen zur Umsetzung der Projektförderrichtlinie Integration insgesamt 8,35 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Mitteln werden zum Beispiel Angebote wie das Landesprogramm Start Deutsch sowie Beratungs- und Begegnungsangebote in ganz Thüringen umgesetzt.

„Dank der Projektförderrichtlinie Integration können Menschen unabhängig vom Aufenthaltsstatus flächendeckend Integrationsangebote nutzen“, sagt Adams. „wichtig sind uns dabei auch niedrigschwellige Angebote der interkulturellen Begegnung und der Begleitung von Initiativen in den ländlich geprägten Regionen. Unser Ziel ist es, allen in Thüringen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zu eröffnen, sich weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes  Leben hier zu schaffen.“  

Auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie bleibt der Bedarf an stabilen Strukturen der Integrationsarbeit und Flüchtlings- und Migrationsberatung sehr hoch und erfordert zudem neue Ansätze der Integrationsarbeit. Bisher sind für 2021 insgesamt 92 Projektanträge mit einem Projektvolumen von rund sieben Millionen Euro eingegangen. Darunter waren 21 Neuanträge sowie 71 Folgeanträge zu bereits laufenden, mehrjährig ausgerichteten Projekten.

„Ganz besonders setzen wird auf Sport und Begegnung als Integrationsmotoren“, so Adams. Im Förderjahr 2021 wird deshalb der Förderschwerpunkt „Gesellschaftliche Integration – insbesondere durch Begegnung und Sport“ fortgeführt, zu dem unter anderem das Projekt des Landessportbundes Thüringen e. V. „Regionale Fachkräfte Integration durch Sport 2“ gehört.

„Wir freuen uns sehr über die erneute Zusammenarbeit. Der Sport kann mit Hilfe des Förderschwerpunkts „Begegnung und Sport“ Brücken bauen: Menschen kommen zusammen, lernen sich kennen und knüpfen Kontakte über den Sport hinaus“, unterstreicht der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, Thomas Zirkel, die wichtige Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz. Diese ermöglicht es, dass insbesondere im ländlichen Raum in Kooperation mit Sportvereinen spezifische Angebote zur Integration von Geflüchteten entstehen.

In Thüringen unterstützen derzeit sechs Fachkräfte Sportvereine vor Ort. Sie informieren in entsprechenden regionalen Netzwerken, in zentralen Gemeinschaftsunterkünften oder bei den Anbietern von Integrations- und Sprachkursen und Schulen über die Angebote und Leistungen der Sportvereine, organisieren Schnuppertage, Turniere oder Sport- und Spielfeste. Zudem vermitteln sie sportinteressierte Geflüchtete oder organisieren Weiterbildungen etwa als Übungsleitende und sind Ansprechperson für Vereine, die Angebote zum Thema „Begegnung und Sport“ unterbreiten.

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