Die neue Funktion leitet die Anwender durch den Prozess der digitalen Eingabe Kategorien wie Arbeit, Berufsausbildung, Familienzusammenführung und dauerhafte Aufenthaltserlaubnis. Das System identifiziert unvollständige oder widersprüchliche Angaben sowie fehlende Dokumente. Es gibt frühzeitig Hinweise für notwendige Ergänzungen. Damit vermindert es Bedarf an zusätzlichen Nachfragen und weiteren Informationen. Gleichzeitig wird die Bearbeitungszeit verkürzt.
Staatssekretär Klein: „Die Digitalisierung unserer Verwaltung geht schnell voran. Durch die Einführung der KI-basierten Unterstützung beim Anmeldeprozess stärken wir die Handlungsfähigkeit der Ausländerbehörden, entlasten das Personal und verbessern zudem den Service für die Mitbürger. Das ist ein weiteres Resultat unserer konsequenten Modernisierungspolitik. Hier wurde unter der Vorgängerregierung vieles versäumt.“
Die KI-Lösung ist von den Bundesländern gemeinsam im Rahmen des Projektes „Digital“ unter der Leitung Brandenburgs entwickelt und finanziert worden. Thüringen hat sich an den technischen Aufgaben beteiligt und übernimmt die Einführungskosten für die Ausländerbehörden im Land. So werden wertvolle Kapazitäten frei, die es den Ausländerbehörden ermöglichen, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren.
„Ein effektiver Staat benötigt eine moderne Verwaltung. Wenn Prozesse digitalisiertun und moderne Technik klug angewendet werden, beschleunigt sich der Arbeitsablauf, vermindert sich der bürokratische Aufwand und erhöht sich die Rechtssicherheit“, sagt Klein. „Künstliche Intelligenz ersetzt aber nicht die Entscheidungen der Ausländerbehörden. Sie stellt eine Unterstützung des Personals dar und hilft, die Aufgaben noch effektiver zu erfüllen.“
Die neue Lösung gehört zum Programm „Aufenthalt Digital“, das bundesweit insgesamt zehn digitale Dienste für den Umgang mit Aufenthaltstiteln umfasst. Mit dem Programm können Menschen diese für verschiedene Zwecke beantragen und andere Dienste, die mit dem Aufenthaltsrecht verbunden sind, nutzen. Die KI-gestützten Funktionen werden nach und nach weiter ausgebaut und noch mehr digitale Anmeldungsprozesse umfassen.
„Jede digitale Neuerung beschleunigt administrative Prozesse und verbessert die Qualität von Anträgen, wodurch letztlich das Vertrauen der Bürger in den Staat gestärkt wird“, so der Staatssekretär. „Unser Ziel ist eine Verwaltung, die effektiv arbeitet, bürgerorientiert handelt und die Ressourcen dort einsetzt, wo sie am meisten benötigt werden. Mit der Einführung der KI-basierten Antragsassistenz gehen wir einen wichtigen Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“