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Migrationsminister Dirk Adams unterzeichnet Vereinbarung zur vorübergehenden medizinischen Versorgung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Notfällen

19/2022
Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Minister Dirk Adams, die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) und der Thüringer Apothekerverband e.V. (ThAV) haben eine Vereinbarung zur medizinischen Versorgung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Notfällen, die auch die Versorgung mit Arznei-, Verband- und Hilfsmitteln einschließt, unterzeichnet.

„Mit dieser Vereinbarung haben wir nun eine tragfähige Grundlage für die medizinische Versorgung derjenigen Geflüchteten, die nach ihrer Ankunft hier in Thüringen schnell auf dringend benötigte Medikamente, beispielsweise gegen Diabetes, oder eine Behandlung angewiesen sind“, so Minister Adams.

Diese Art der medizinischen Versorgung kann von Geflüchteten aus der Ukraine in Anspruch genommen werden, die eine Notfallbehandlung benötigen und noch nicht im Besitz einer elektronischen Gesundheitskarte oder eines personalisierten Anspruchsnachweises der Krankenkassen sind.

Die Kosten für die Notfallbehandlung übernimmt der Freistaat Thüringen. Das gilt sowohl für das Honorar der behandelnden Ärzte, als auch für verordnete Arzneimittel und Notarzteinsätze.

Die Ärzte erfassen die Identität der Geflüchteten und rechnen unter Angabe dieser Identität wie gewohnt mit der KVT ab, die die Rechnungen dann an das Thüringer Landesverwaltungsamt zur Begleichung weiterleitet. Auch Notärzte und Apotheken rechnen ihre Kosten, z.B. für Rezepte, mit dem Landesverwaltungsamt ab. Zuzahlungen für Rezepte werden nicht erhoben.

Die Ärzte weisen die Geflüchteten darauf hin, dass sie sich unverzüglich bei der örtlich zuständigen Sozialbehörde vorzustellen haben.

Die Vereinbarung ist befristet bis 31. Mai 2022. Das TMMJV kann die Laufzeit in zwei Schritten um jeweils drei Monate verlängern.

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