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Integration stärken: staatliche Verantwortung, gezielte Förderung und sichtbare Erfolge

13/2026
Erstellt von Thüringer Ministerium für Justiz, Migration und Verbraucherschutz

Der Thüringer Integrationsbeirat ist heute im Landtag zu seiner 31. Sitzung zusammengekommen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen der Migrations- und Integrationspolitik.

„Migration ist für unseren Freistaat von existenzieller Bedeutung“, sagte Migrationsministerin Beate Meißner. „Seit Jahren geht die Zahl der Erwerbspersonen deutlich zurück. Ohne Zuwanderung werden wir den großen Bedarf an Fach- und Arbeitskräften nicht decken können. Integration ist deshalb eine zentrale Zukunftsaufgabe unseres Landes. Bei insgesamt knappen Ressourcen müssen wir den Fokus schärfen und uns an den vorhandenen Kapazitäten und im Zweifel auch an Bleibeperspektiven orientieren.“

Anlässlich der heutigen Sitzung des Landesintegrationsbeirates betonte dessen Vorsitzender, Staatssekretär Christian Klein: „Wer von der Ankunft an gezielt gefördert wird, kann schneller Deutsch lernen, eine Arbeit aufnehmen und seinen Platz in unserer Gesellschaft finden. Es ist Aufgabe des Staates, hierfür von Beginn an klare, verlässliche und rechtssichere Strukturen zu schaffen. Integration braucht Ordnung, Verbindlichkeit und professionelle Verfahren.“

Vor diesem Hintergrund wird das Migrationsministerium die Integrationsförderung des Landes strukturell weiterentwickeln. Ziel ist es, die staatlichen Förderinstrumente zu bündeln, transparenter zu gestalten und ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Die Förderung soll möglichst flächendeckend erfolgen und sich insbesondere auf vier zentrale Schwerpunkte konzentrieren: Sprachförderung, Arbeitsmarktorientierung, psychosoziale Hilfebedarfe sowie Integration von Frauen und Kindern. Zugleich wird die Rolle der öffentlichen Hand gestärkt, denn bei der Förderentscheidung von lokalen und regionalen Projekten ist eine verbindliche kommunale Beteiligung vorgesehen.

Mit dem heutigen Start eines neuen Vorhabens im Rahmen der europäischen GEAS-Umsetzung investiert Thüringen gemeinsam mit Partnern mehr als drei Millionen Euro in die Qualität seiner Aufnahmestrukturen. Im Zentrum steht ein systematisches, digital gestütztes Screeningverfahren, das Schutzbedarfe frühzeitig erkennt und eine passgenaue Unterstützung ermöglicht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Umsetzung des Startchancen-Programms. Als größtes Bund-Länder-Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik werden in Thüringen 93 Schulen in besonders herausfordernden Lagen gezielt unterstützt. Viele dieser Schulen leisten tagtäglich zentrale Integrationsarbeit. Die gezielte Förderung verbindet Bildungs- und Integrationspolitik und unterstreicht die Rolle des Staates in der Gewährleistung von Chancengerechtigkeit.

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