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Entscheidender Schritt für bessere Kitaverpflegung

57/2017

Verbraucherschutzminister Dieter Lauinger begrüßt die Neuregelung im Bereich der gesunden Ernährung im heute vom Thüringer Landtag beschlossenen „Thüringer Gesetz über die Neuregelung der Kindertagesbetreuung“.

Der Thüringer Minister für Verbraucherschutz Dieter Lauinger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) begrüßt die Neuregelung im Bereich der gesunden Ernährung im heute vom Thüringer Landtag beschlossenen „Thüringer Gesetz über die Neuregelung der Kindertagesbetreuung (ThürKitaG)“. Im neuen Kita-Gesetz ist eine verbindliche Regelung verankert, wonach die warme Mittagsmahlzeit in den Einrichtungen zukünftig den aktuellen ernährungswissenschaftlichen Qualitätsstandards für eine ausgewogene, altersgemäße, vollwertige und gesundheitsfördernde Mittagsmahlzeit, zum Beispiel denen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), entsprechen muss. „Das ist ein entscheidender Schritt hin zu der seit langem erstrebten Verbesserung der Kitaverpflegung in Thüringen“, erklärt der Minister. Nach Daten des Thüringer Landesverwaltungsamts war im vergangen Jahr mehr als jeder zehnte Schulanfänger (12,1 Prozent) übergewichtig. 1000 Erstklässler wurden sogar als adipös (fettleibig) eingestuft. „Diese hohen Zahlen verdeutlichen, dass dringend Handlungsbedarf besteht, Kinder bereits frühzeitig an eine gesunde Ernährungsweise heranzuführen. Ein möglicher Weg hierfür ist, gesunde Lebensmittel und gesund zubereitete Speisen in den Alltag der Kinder zu integrieren“, so der Minister. „Die Speisepläne in den Kitas enthalten derzeit häufig zu viel Fleisch- und Wurstwaren, aber zu wenig Gemüse und Fisch.“ Neben den verwendeten Lebensmitteln kommt auch der Qualitätssicherung eine besondere Bedeutung zu. Nach einer thüringenweiten Befragung von Kindertageseinrichtungen zur aktuellen Verpflegungssituation, welche von der DGE-Sektion Thüringen im Jahr 2016 durchgeführt wurde, werden 80 Prozent der Kitas in Thüringen über die Anlieferung einer Warmverpflegung durch Caterer versorgt. Lange Transportwege stehen dabei im direkten Zusammenhang mit langen Warmhaltezeiten. Das bedeutet nicht nur Nährstoffeinbußen, sondern verändert auch die Konsistenz und den Geschmack einiger Lebensmittel. „Insbesondere wärmeempfindliche Lebensmittel, wie beispielsweise Gemüse, sehen nach Warmhaltezeiten von häufig bis zu fünf Stunden nicht mehr appetitlich aus. Da bekanntlich auch das Auge mitisst, dürfte das nicht gerade dazu führen, dass Kinder hier besonders gern zugreifen“, ist der Minister besorgt. „Wir müssen also vielschichtig ansetzen, um eine wirkliche Verbesserung erreichen zu können.“ Die Landesregierung plant, die an der Umsetzung der Qualitätsstandards beteiligten Akteure zu unterstützen. Im Haushaltsentwurf zum Landeshaushaltsplan 2018/2019 sind entsprechende Haushaltsmittel eingestellt.

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