Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung

Der Weg aus der Schuldenfalle

Immer mehr private Haushalte in Deutschland sind überschuldet – oftmals aus Gründen, die sie nicht zu verantworten haben, wie Scheidung, Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Die Restschuldbefreiung hilft redlichen Schuldnern - also ehrlichen, zuverlässigen, pflichtbewussten Schuldnern - dabei, sich nach drei bis sechs Jahren von ihren Schulden zu befreien.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über das Verbraucherinsolvenzverfahren.

Was ist Verbraucherinsolvenz?

Im Rahmen des Verbraucherinsolvenzverfahrens wird es einerseits dem redlichen Schuldner durch das Institut der Restschuldbefreiung ermöglicht, sich nach einer gewissen Zeit und unter Anstrengungen von dem „Schuldenberg“ zu befreien. Andererseits trägt das Verbraucherinsolvenzverfahren auch dafür Sorge, dass die Forderungen der Gläubiger möglichst weitgehend und gleichmäßig befriedigt werden.

Voraussetzungen für die Einleitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens:

  • Der Insolvenzgrund der eingetretenen oder der drohenden Zahlungsunfähigkeit muss vorliegen. Es ist somit eine Situation entstanden, in der ein Schuldner gegenwärtig oder in absehbarer Zukunft nicht mehr in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten pünktlich und vollständig zu erfüllen.
  • Ein ernsthafter Versuch der außergerichtlichen Schuldenbereinigung ist zwingende Voraussetzung für das gerichtliche Verfahren und bei Antragstellung nachzuweisen.

 


 

Wer kann sie beantragen?

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist in den §§ 304 ff. der Insolvenzordnung geregelt und steht allen natürlichen Personen offen,

- die keine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben oder ausgeübt haben,

oder

- die zwar in der Vergangenheit eine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt haben, deren Vermögensverhältnisse aber überschaubar sind. Die Verhältnisse sind überschaubar, wenn der Schuldner

  • weniger als 20 Gläubiger hat und
     
  • gegen ihn keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen (insbesondere Forderungen der Finanzverwaltung aus Lohnsteuer sowie Forderungen von Sozialversicherungsträgern für Beiträge von ehemaligen Mitarbeitern des Schuldners bzw. der Schuldnerin).

 

Wer kann sie beantragen?

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist in den §§ 304 ff. der Insolvenzordnung geregelt und steht allen natürlichen Personen offen,

- die keine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben oder ausgeübt haben, oder

- die zwar in der Vergangenheit eine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt haben, deren Vermögensverhältnisse aber überschaubar sind. Die Verhältnisse sind überschaubar, wenn der Schuldner

  • weniger als 20 Gläubiger hat und
     
  • gegen ihn keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen (insbesondere Forderungen der Finanzverwaltung aus Lohnsteuer sowie Forderungen von Sozialversicherungsträgern für Beiträge von ehemaligen Mitarbeitern des Schuldners bzw. der Schuldnerin).

 

 


 

An wen kann sich der Schuldner wenden?

In jedem Kreis/ jeder kreisfreien Stadt steht mindestens eine Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle zur Verfügung.

 

 

Landesrechtliche Vorschriften

weiterführende Informationen

(Außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren, Gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren, Gerichtliches Insolvenzverfahren, Wohlverhaltensperiode, Restschuldbefreiung, Kosten)

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