Betreuungsrecht

Jeder von uns kann in eine Situation geraten, in der er auf die Hilfe anderer Menschen ange­wie­sen ist. Durch einen Unfall, eine schwere Krankheit oder auch das Nachlassen der Kräfte im Alter können wir in die Lage ver­setzt wer­den, in der wir unsere per­sönlichen und rechtlichen An­ge­legenheiten nicht mehr selbst or­ga­nisieren kön­nen. Dann ist es gut, wenn wir Vorkehrungen getrof­fen haben und sicher sein können, dass sich alle Ent­schei­dun­gen an unserem Willen orientieren.

In Deutschland werden mehr als 1 Million Menschen betreut. In Thüringen sind es bereits über 40.000 Menschen, mit steigender Tendenz.

Was ist zu tun, um möglichst auch dann ein selbstbe­stimmtes Leben zu füh­ren, wenn man nicht mehr an­sprech­bar ist? Wer wird im Ernstfall Ent­schei­dun­gen für mich treffen, wenn ich nicht mehr in der Lage dazu bin? Was pas­­siert, wenn ich niemanden bevollmächtigt ha­be, der meine Angelegen­hei­ten regelt?

Broschüren und Formulare zum Betreuungsrecht

Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

Unsere Broschüre "Wie kann ich vorsorgen?" enthält wichtige Infor­mationen, Formulierungshilfen und Formulare

  • zur Vor­sor­ge­vollmacht, durch die Sie selbst bestimmen können, wer Sie im Ernst­fall vertritt. Sie erhalten in dieser Broschüre aber auch einen Überblick darüber, was passiert, wenn Sie nie­man­den be­voll­mächtigt haben und ein Gericht einen Betreuer bzw. eine Betreuerin für Sie be­stellt,
  • zur Be­treuungs­verfügung, mit der Sie darauf Einfluss nehmen können, wer im Be­darfs­fall zum Betreuer oder zur Be­treuerin bestellt wird,
  • und zur Patientenverfügung.

Wir alle wünschen uns, möglichst nicht in die Situation zu kommen, in der wir auf die Hilfe an­derer ange­wie­sen sind. Sollte es aber doch einmal so weit kom­men, können Sie mit einer gut über­legten Vorsorge - übrigens in jedem Alter - al­les dafür tun, Ihre Selbst­­bestimmung wei­test­­­ge­hend zu bewahren. Dies ist nicht nur für Sie, son­dern auch für Ihre Familie, Ihre Freun­de und Ihre Ärzte eine wichtige Hil­fe.

Betreuung als Ehrenamt

Ehrenamtliche Betreuungen werden vorrangig von Familienangehörigen übernommen. Doch gibt es eine stei­gen­de Zahl von Menschen, die nicht auf solche vertrauens­vollen Beziehungen zurück­greifen kön­nen oder de­ren Familien weit ent­fernt leben. Für solche Fällen über­nehmen dieses wichtige Ehrenamt auch Männer und Frauen für Nicht-Familienangehörige betreuungsbedürftige Menschen. Sie le­i­s­ten damit einen wich­tigen Dienst, um dem betreuten Menschen ein selbstbe­stimmtes Leben zu er­möglichen.

Weitere Informationen zu ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern finden sie hier

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