Juregio Rechtskunde regional

Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen durch bessere Rechtskenntnisse handlungssicherer machen

JUREGIO - Rechtskunde in Thüringen regional ist ein Gemeinschaftsprojekt der für Justiz und Bildung zustängigen Ministerien und des Lehrerfortbildungsinstituts.

Zusammen stärken wir seit vielen Jahren Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen durch die Vermittlung von Rechtskenntnissen speziell zum Umgang mit Gewalt, Drogen, Extremismus und Medienmissbrauch in der Schule und im schulischen Umfeld.

Wir machen sie stark und handlungssicher, damit sie gut und angemessen reagieren können, wenn in der Schule beispielsweise Mobbing, Cyber-Bullying oder rechtsextremistische Parolen auftreten, waffenähnliche Gegenstände, Drogen oder pornografische Bilder auftauchen.

JUREGIO Rechtskunde regional

  • bietet zielgruppengenaue Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen, für Schülerinnen und Schüler sowie für Eltern und schulnahe Akteure an
  • ist ein zentrales und rechtskundliches Netzwerk von regionalen Ansprechpartner/innen
  • bietet durch den direkten Kontakt zu Richter/innen und Staatsanwält/innen die Möglichkeit, konkrete Kooperationen für Schulprojekte, Arbeitsgemeinschaften, bei der schulinternen Lehrerfortbildung oder im rechtskundlichen Unterricht (z. B. Besuch einer Gerichtsverhandlung) zu knüpfen
  • gibt Broschüren für den Schulalltag zu verschiedenen Themen (z. B. Rechtsextremismus, Mobbing) heraus.

 

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz unterstützt das Projekt JUREGIO durch juristische Kompetenzen und Erfahrungen von Richtern, Staatsanwälten und anderen Juristen. Sie stehen im JUREGIO-Projekt als Referentinnen bzw. Referenten und Berater/innen zur Verfügung.

Pädagogen-Praktikum im Justizzentrum Gera

Für Lehrerinnen und Lehrer, die die Justiz genauer kennen lernen wollen, bietet JUREGIO seit mehreren Jahren in Gera außerdem eine besondere Fortbildung an. Das Verwaltungsgericht Gera organisiert gemeinsam mit den anderen Justizbehörden vor Ort ein einwöchiges Praktikum.

Fünf Werktage werden schultypische Fälle an den einzelnen Gerichten anwendungsbereit zusammen mit den Praktikantinnen und Praktikanten aufgerollt. Die Lehrerinnen und Lehrer lernen sämtliche Facetten der Gerichtsbarkeit im laufenden Geschäft kennen, bei der sie hospitieren. Sie nehmen Akteneinsicht und erarbeiten Entscheidungsvorschläge zu aktuellen Gerichtsfällen. Auch die Teilnahme an mündlichen Verhandlungen bis zur Urteilsverkündung und der Besuch eines oberen Gerichts gehören zum Programm.

Das regelmäßig positive Feedback der Pädagogen und die jährlich hohe Zahl an Teilnehmern belegen den Nutzen des Angebotes für ihre Arbeit in der Schule und mit den Schülern.

Wenn Sie Interesse haben, erkundigen Sie sich bitte beim Präsidenten des Verwaltungsgerichts Gera, Michael Obhues (0365 834-0)nach dem nächsten Praktikum.

 

Kontakt:

Schulleiter/innen, Lehrer/innen, Erzieher/innen, Sonderpädagogische Fachkräfte, Eltern und Schüler/innen können sich bei Beratungs- und Fortbildungsbedarf an die bei jedem Schulamt gebildete JUREGIO-Koordinierungsstelle wenden.

Möchten Sie bzw. möchtet Ihr mit der Schulklasse eine Gerichtsverhandlung besuchen, können Sie unsere Ansprechpartner/innen dafür bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften gerne auch direkt ansprechen.

Diese Seite teilen:

Unsere sozialen Netzwerke: