Coronavirus – Aktuelle Informationen des Justizprüfungsamts

Sofortmappe mit Schreibwerkzeug

Staatliche Pflichtfachprüfung

Aktuelle Situation infolge der Verbreitung des sog. Corona-Virus - Informationen für Studierende:

Meldung zur staatlichen Pflichtfachprüfung, Meldetermin, Zulassungsvoraussetzungen

Ausfall / Absage von Unterrichtsveranstaltungen, Praktika u.ä., Folgen für die Anmeldung / Zulassung zur Prüfung

  1. Ein Meldetermin für die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung im Termin II/2020 wird bis auf Weiteres nicht festgesetzt werden. Sobald ein solcher festgesetzt wird, wird dies hier bekannt gegeben werden. Ein Meldetermin wird nicht im Monat April 2020 liegen, sondern später.
     
  2. Aussagen dazu, ob die schriftliche Prüfung des Termins II/2020 wie vorgesehen im August /September 2020 stattfinden wird, und ob die mündliche Prüfungen des Termins 1/2020 wie vorgesehen im Juli 2020 stattfinden werden, können derzeit noch nicht erfolgen. Sobald hierzu Erkenntnisse bzw. Festlegungen vorliegen, werden Sie an dieser Stelle darüber informiert werden.
     
  3. Zulassungsvoraussetzungen für die staatliche Pflichtfachprüfung:

Sofern Studierende wegen des Ausfalls von Unterrichtsveranstaltungen / praktischen Studienzeiten und aus ähnlichen, der aktuellen Situation geschuldeten Gründen einzelne erforderliche Leistungsnachweise bzw. sonstige Zulassungsvoraussetzungen für die staatliche Pflichtfachprüfung zu dem Termin, zu dem sie sich melden wollten (insbesondere 2/2020), nicht vorlegen bzw. erfüllen können, gilt Folgendes:

  • Alternative 1: Der / die Studierende möchte gleichwohl im ursprünglich geplanten Termin an der Prüfung teilnehmen: Es kann unter Darlegung der Gründe beantragt werden, von der betroffenen Zulassungsvoraussetzung (Leistungsnachweis u.ä.) zu befreien (§ 18 Abs. 2 S. 2 ThürJAPO).
     
  • Alternative 2: Der /die Studierende möchte nicht im ursprünglich geplanten Termin, sondern im nachfolgenden Termin teilnehmen, um die Studienleistungen / praktischen Studienzeiten usw. bis dahin vollständig erbracht zu haben: Falls eine Teilnahme im Freiversuch nicht angestrebt wird, ergeben sich keine Besonderheiten. Sollte durch die spätere Teilnahme die Fünfjahresfrist des § 16 Abs. 2 Satz 4 ThürJAPO nicht gewahrt werden können, kommt auch insoweit eine Ausnahme (Befreiung von dieser Zulassungsvoraussetzung) gem. § 18 Abs. 2 S. 2 ThürJAPO in Betracht

      4. Inanspruchnahme der Freiversuchsmöglichkeit

Sofern durch die spätere Teilnahme (oben Ziffer 3 Alternative 2) die Frist für die Inanspruchnahme des Freiversuchs nicht mehr gewahrt wäre, kommt auf entsprechenden Antrag die Nichtanrechnung eines weiteren Semesters gem. § 29 Abs. 1 S. 3 Nr. 3 ThürJAPO in Betracht. In einem solche Fall kann eine Studienhinderung aus wichtigem Grunde gegeben sein, wenn im fraglichen Semester infolge der aktuellen Situation maßgebliche Lehrveranstaltungen entfallen sind bzw. Studienleistungen / Praktika usw. nicht absolviert werden konnten.

Möchte der /die Studierende im ursprünglich geplanten Termin an der Prüfung teilnehmen (oben Ziffer 3 Alternative 1) und den Freiversuch in Anspruch nehmen, konnten aber die für die Nichtanrechnung von Studienzeiten im Rahmen des Freiversuchs relevanten Voraussetzungen (z.B. Auslandsstudium im Sinne des § 29 Abs. 1 S. 3 Nr. 4 ThürJAPO) wegen der aktuellen Situation nicht vollständig erbracht werden (kurzfristig notwendiger Abbruch des Auslandsstudiums), wird auf entsprechenden Antrag die Gewährung einer Ausnahme geprüft werden. 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht vorab ohne Prüfung des jeweiligen Einzelfalles die Erteilung von Ausnahmen pauschal zusagen können. Wir werden jedoch in allen Fällen, in denen es aufgrund der aktuellen Corona-Krise zu Problemlagen gekommen sein wird, unser Möglichstes tun, um den Interessen aller Beteiligten gerecht werdende Lösungen zu finden.

Juristischer Vorbereitungsdienst

Die Referendarausbildung in Thüringen wurde, soweit es den Zuständigkeitsbereich der Justiz betrifft, mit Wirkung ab dem 16.03.2020 bis auf Weiteres eingestellt. Das bedeutet, dass weder AGs noch Ausbildung am Einzelplatz stattfindet. Die Referendarinnen und Referendare gelten insoweit als vom Dienst freigestellt.

Der Klausurenkurs wird weiterhin auf gewohnte Weise digital angeboten, mit der Möglichkeit, die handschriftlich gefertigte Klausur per Email an die Referendargeschäftsstellen zur Korrektur einzuschicken. Klausurbesprechungen finden hingegen bis auf Weiteres nicht statt.

Zweite Staatsprüfung

Hinsichtlich des Prüfungsdurchgangs 2/2019 (Klausuren Dezember 2019) des zweiten Staatsexamens wurden die Ergebnisse des schriftlichen Prüfungsteils an die Referendarinnen und Referendare versandt. Die Ladung zur mündlichen Prüfung wird zu gegebener Zeit mit gesondertem Schreiben erfolgen

Hinsichtlich des Prüfungsdurchgangs 1/2020 (Klausuren Juni 2020) werden in den nächsten Tagen an dieser Stelle weitere Informationen erfolgen.

Aktualisierung 31.03.2020:

Das Justizprüfungsamt plant, die mündlichen Prüfungen für den Prüfungsdurchgang 2/2019 (Klausuren Dezember 2019) im Zeitraum vom 18.-20.05.2020 durchzuführen. Es konnten hierfür geeignete Räumlichkeiten gefunden werden, die die Einhaltung des vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Mindestabstands zwischen allen Personen gewährleisten. Die Ladungen sollen in den nächsten Tagen per Post versandt werden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass zwecks Minimierung der Personenzahl vor Ort Zuschauer bei der mündlichen Prüfung nicht zugelassen sind! Ebenso wird für den Prüfungsdurchgang 2/2019 leider keine feierliche Zeugnisübergabe stattfinden können.

Der Prüfungsdurchgang 1/2020 (Klausuren Juni 2020) soll nach Möglichkeit planmäßig geschrieben werden. Auch hierfür wird das Justizprüfungsamt Räumlichkeiten organisieren, die die Einhaltung des empfohlenen Mindestabstands zwischen allen Personen gewährleisten.

Änderungen und weitere Maßnahmen bleiben vorbehalten. Wir werden Sie auf dieser Seite des JPA kurzfristig informieren.

Diese Seite teilen:

Unsere sozialen Netzwerke: