Landesprogramm Dolmetschen der Landesregierung ist Erfolgsmodell

34/2020
Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Das Landesprogramm Dolmetschen hat im Juni 2020 einen neuen Höchststand bei den Abrufen erzielt. „Das Programm wird rege genutzt und erweist sich als echtes Erfolgsmodell“, sagt Migrationsminister Dirk Adams dazu.

Im Juni 2020 wurden im Landesprogramm 772 Abrufe (285 Audio und 487 Video) verzeichnet. Im Mai 2020 wurde es 564 Mal für Dolmetscherdienstleistungen genutzt. Insgesamt sind seit dem Start des Landesprogramms im Mai 2019 5.952 Abrufe getätigt worden. Die Corona-Pandemie hatte die steigende Nachfrage kurzfristig etwas gebremst, da viele Institutionen nur eingeschränkt arbeiteten. Genutzt wird das Programm unter anderem von Behörden, Vereinen, Ärzten, Krankenhäusern, Beratungsstellen und Justizvollzugsanstalten. Von den rund 60 verfügbaren Sprachen waren im Juni 2020 vor allem Arabisch (257 Abrufe), Farsi (119) und Bulgarisch (58) gefragt.

„Verständigung ist Grundbedingung für gesellschaftliche Teilhabe. Oft benötigen Menschen, die zu uns gekommen sind, Unterstützung bei alltäglichen Gelegenheiten. Das Audio- und Videodolmetschen ist hier ein modernes und effektives Hilfsmittel, das auch im ländlichen Raum unkompliziert, für die Nutzer kostenfrei und rund um die Uhr zur Verfügung steht“, so Adams. „Von seinem Einsatz profitieren nicht nur Migrantinnen und Migranten, sondern auch unsere Behörden und Institutionen. Die Kommunikation ist schneller, Missverständnisse lassen sich vermeiden, Lösungen besser erarbeiten.“

In diesem Jahr stehen für das Landesprogramm eine Million Euro zur Verfügung. Derzeit läuft die Ausschreibung für die Fortsetzung des Programmes ab November dieses Jahres.

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