E-Akte statt Papierstapel

33/2020
Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Als erstes Thüringer Gericht arbeitet das Landgericht Meiningen mit der elektronischen Gerichtsakte. Justizminister Dirk Adams sagte heute anlässlich der Feier zur Einführung: „Die großen Aktenstapel, die in den Gerichtssaal gerollt werden, gehören der Vergangenheit an. Die Thüringer Justiz wird in ein neues Zeitalter eintreten.“

Seit September 2015 arbeitet ein Projektbüro im Ministerium an der Umsetzung des elektronischen Rechtsverkehres und der E-Akte. Elektronische Verwaltungsakten gibt es seit Anfang 2018. Seit 16. Juni dieses Jahres werden nun alle neu eingehenden Gerichtsverfahren der erstinstanzlichen Zivilkammern und der Handelskammer am Landgericht Meiningen ausschließlich elektronisch geführt, nachdem die Corona-Pandemie den für März geplanten Start verzögert hatte. „Ich danke den Kolleginnen und Kollegen hier vor Ort, allen voran dem Präsidenten Martin Aulinger, für ihr Engagement und die Bereitschaft, als erste den Schritt zur E-Akte zu gehen“, so Adams. „Mein Dank gilt auch allen anderen, die ihn möglich gemacht haben, im Ministerium, am Oberlandesgericht, im Landesrechenzentrum und im Justizzentrum Meiningen.“

Die ersten elektronischen Verfahren sind am Landgericht Meiningen bereits terminiert. „Die Kolleginnen und Kollegen hier sind damit echte Wegbereiter“, sagte Adams. „Sie werden als erste mit der E-Akte arbeiten, ihre Vorteile kennenlernen, vielleicht auch Nachbesserungsbedarfe erkennen. Manches werden wir vielleicht auch wieder verwerfen müssen. Unser Projektbüro wird alle aufkommenden Fragen aufnehmen und so schnell wie möglich bearbeiten. Wir hoffen, die Erfahrungen nutzen zu können und noch in diesem Jahr ein zweites Gericht umzustellen.“

Diese Seite teilen:

Unsere sozialen Netzwerke: