Corona-Maßnahmen im Vollzug werden gelockert

19/2020
Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Im Thüringer Justizvollzug werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab der kommenden Woche wieder gelockert. Spätestens ab Ende Mai sollen auch wieder in allen Justizvollzugsanstalten Besuche möglich sein.

„Die vergangenen Wochen waren für die Bediensteten in allen Bereichen des Vollzugs ein großer Kraftakt. Ich danke ihnen allen für die hervorragende Arbeit, durch die Ordnung und Sicherheit gewahrt blieben und ein Übergreifen der Krankheit auf die Anstalten verhindert werden konnte“, sagt Justizminister Dirk Adams (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). „Ende dieser Woche endet der letzte vorsorgliche Quarantänefall unter den Gefangenen. Die von den Anstalten und dem Ministerium ergriffenen Maßnahmen haben sich als effektiv erwiesen und gewährleistet, dass die wichtigen Aufgaben des Schutzes der Gesellschaft vor Straftätern und deren Resozialisierung auch unter den Pandemie-bedingten Einschränkungen fortgeführt werden konnten.“

Angesichts der drohenden Corona-Gefahr hatten die Justizvollzugsanstalten neben der Umsetzung von Hygiene- und Abstandsregelungen unter anderem den Besucherverkehr grundsätzlich untersagt und bis auf notwendige Ausnahmen keine Lockerungen und keine Ausführungen gewährt. Zudem waren Ersatzfreiheitsstrafen ausgesetzt und Strafantritte wurden verschoben. „Aktuell bereiten sich die Anstalten auf die Rückkehr zum regulären Betrieb vor. Ab der kommenden Woche werden je nach Situation und unter Einhaltung strenger Hygieneregeln wieder die ersten Besuche möglich sein“, so Adams. „Der Justizvollzug hat auch unter den schweren Rahmenbedingungen seine Zuverlässigkeit bewiesen. Und trotz dieser sehr schwierigen Zeit gab es auch aus den Reihen der Inhaftierten Dank für den Einsatz der Bediensteten und ihren Willen zu einer unter den gegebenen Umständen verhältnismäßigen und humanen Lösung.“

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