Masken-Produktion in JVA

18/2020
Erstellt von Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Die Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten Tonna und Hohenleuben produzieren sogenannte Community-Masken. Eine Lieferung traf heute im Thüringer Justizministerium ein.

Mehrere Gefangene nähen in einem großen Raum in der Justizvollzugsanstalt Gesichtsmasken. Foto: JVA Hohenleuben
Maskenproduktion in der JVA Hohenleuben / Foto: JVA Hohenleuben

„Um der Corona-Pandemie zu begegnen, gelten im Justizvollzug derzeit eine Reihe von Regelungen, die den Alltag in den JVA erschweren. Es ist daher sehr anzuerkennen, dass die Gefangenen sich engagiert an der Herstellung von Schutzausrüstung beteiligen“, sagt Justizminister Dirk Adams (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). „So beteiligen sich die Inhaftierten nicht nur aktiv an der Umsetzung ihrer vollzuglichen Behandlungspläne und unterstützen den geordneten Ablauf des Justizvollzugs, sondern leisten einen Beitrag, die gesamte Gesellschaft beim Umgang mit dem Corona-Virus zu unterstützen.“

Um die Verbreitung der Krankheit zu erschweren, sind in den Thüringer JVA derzeit beispielsweise Besuche untersagt, Lockerungen eingestellt und Arbeitsmöglichkeiten eingeschränkt. Die alternative Produktion der Masken hat inzwischen eine Größenordnung von rund 300 Stück am Tag erreicht. Mit der Mund-Nasen-Abdeckung „made in JVA“ werden Bedienstete im Vollzug, aber auch im Justizministerium und gegebenenfalls in anderen Justizbehörden ausgestattet.

„Mit den Masken kann verhindert werden, dass der Virus in die Einrichtungen getragen wird“, sagt Adams. „Es ist gesellschaftlich von hoher Bedeutung, dass die Justiz auch trotz Corona zuverlässig funktioniert. Ich danke allen in der Justiz Tätigen dafür, dass sie dies angesichts der Belastungen so gut gewährleisten.“

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